Gesamtansicht des Deckengemäldes – Schlusszustand

Gesamtansicht des Deckengemäldes – Schlusszustand

Detail – Schlusszustand mit gefestigter Leinwand

Detail – Schlusszustand mit gefestigter Leinwand
Detail – Schlusszustand mit gefestigter Leinwand

Detail – Schlusszustand mit gefestigter Leinwand

Detail – Schlusszustand mit gefestigter Leinwand

Detail – Schlusszustand mit gefestigter Leinwand

Arbeitsaufnahme während der behutsamen, leicht feuchten Reinigung

Arbeitsaufnahme während der behutsamen, leicht feuchten Reinigung

v.l.n.r. – Malschichtausbrüche, nach der Kittung, Schlusszustand

v.l.n.r. – Malschichtausbrüche, nach der Kittung, Schlusszustand

JVA Ebrach, Kaisersaal – Restaurierung Deckengemälde

Objektbeschreibung

Die ehemalige Zisterzienser Abtei Ebrach ist der wohl bedeutendste Ort für die religiöse und kolonisatorische Erschließung des westlichen Bamberger Landes in Franken und des gesamten Steigerwaldes. Zisterziensermöche schufen seit dem frühen 12. Jh. bis hin zu einer Umgestaltung durch DIENTZENHOFER im 18. Jh. eine schlossartige Barockanlage von überregionaler Bedeutung.

Hervorzuheben ist hierbei insbesondere der Kaisersaal. Der weiträumig angelegte Saal wird durch Pilaster aus rotem Stuckmarmor gegliedert. Überspannt wird der Kaisersaal von einem großformatigem Leinwandgemälde von ANTON CLEMENS LÜNENSCHLOSS welches auf 1730 zu datieren ist.

Das Gemälde wirkte in erstem Augenschein homogen. Störend waren die deutlich zu hell stehenden Retuschen entlang der geklebten Leinwandstöße. Bei weiterer Betrachtung zeigten sich zahlreiche Retuschen mit nicht integralem oder verändertem Erscheinungsbild. In Teilbereichen waren Leinwandstöße vom Träger gelöst (Versagen der Klebung) und da z.T. auch verformt. In Teilbereichen zeigte sich die Malschicht kleinteilig und schollig mit Tendenz zum Abheben und zum Verlust. Die 1938 begleitend zur Klebung ausgeführte Nagelung war in Teilen korrodiert. Teile des Bildes in der Fläche sind gelöst und gewölbt (verformt). Andere Teile überspannten Dellen im Putzträger trommelfellartig.

Die Aufgabe bestand in der bestandsbewahrenden Instandsetzung der Leinwandoberfläche und Malschicht, und bei Bedarf die Überprüfung und Konsolidierung des Putzträgers. Das optische Erscheinungsbild, welches durch die Stückelung der Leinwände sehr inhomogen erscheint, war zu verbessern. Vorrang hatte jedoch eine möglichst optimale, konservatorische Versorgung des Gemäldes.

Ausgeführte Maßnahmen

  • Trockene und feuchte Reinigung
  • Verklebung der Leinwand im Unterdruckverfahren
  • Abnahme unpassender Kittungen und Retuschen
  • Neukittung und Neuretusche
  • Festigung der Malschicht und Leinwand

Angaben zum Projekt

Auftraggeber
Staatliches Hochbauamt Bamberg
Hr. Geralt Oppelt
Kasernstraße 4
96049 Bamberg

Bauleitung
Restaurator Peter Turek
Krottental 15
91301 Forchheim

Ausführung
04.2016 – 11.2017

Bearbeitungsumfang
46.000 €

Beteiligte MA
Dipl. Rest. (FH) Michael Lange
Rest. M. A. Christin Golnik
Dipl. Rest. Jenny Müller – freie Mitarbeiterin
Dipl. Rest. (FH) Gunter Preuß – freier Mitarbeiter

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