Freilegung und Konservierung der Stuckdecke - Kulturhistorisches Museum Görlitz

Musterachsenbereich
Detail, Vor und Schlusszustand - Kulturhistorisches Museum Görlitz

Detail, Vor und Schlusszustand

Kulturhistorisches Museum Görlitz

Goldener Saal, Freilegung und Konservierung der Stuckdecke im Raum 1.06

Projektbeschreibung

Im Rahmen der Gesamtsanierung des Kulturhistorischen Museums der Stadt Görlitz wurden die vier wertvollsten Stuckdecken des aus den frühen 18. Jh. stammenden Gebäudekomplex des Textilgroßhändlers A. Meiß freigelegt, konserviert und teilweise ergänzt.

Es handelt sich um eine äußerst aufwendig gearbeitete Bandelwerksstuckdecke von 1729 mit polychromer Fassung. Ziel war die Freilegung auf die früheste Fassungsebene, um danach den Fassungsbestand retuschierend in die Gesamtfassung zu integrieren. In äußerst aufwendiger Skalpellfreilegung wurde das bis 1 cm dicke Paket der Überfassungen abgenommen. Nach eingehender Befundung wurde gemeinsam mit Auftraggeber und Fachbauleitung aus konservatorischen Gründen entschieden teilweise nur bis auf die 2. Fassung freizulegen.

In großen Umfang wurden Riss-Schließungen, mineralische Hinterfüllungen und kleinteilige Antragsstuckergänzungen vorgenommen. In einem zweiten, für die nächsten Jahre geplanten Arbeitsschritt werden die aufwendigen Ergänzungen der Hohlkehle und die Farbfassung fertiggestellt.

Angaben zum Projekt

Auftraggeber
Stadt Görlitz
Amt für Hochbau- und Liegenschaftsmanagement
Hugo-Keller-Straße 14
02806 Görlitz

vertreten durch
Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement
Fabrikstraße 48
02625 Bautzen

Denkmalamt
Landesamt für Denkmalpflege Sachsen
Schlossplatz 1
01067 Dresden

Architekt
Architektengemeinschaft Milde + Möser
Obere Burgstraße 5
01796 Pirna

Ausführung
August – Dezember 2010

Umfang
43.700,00 Euro