Gesamtansicht der Decke im Kaisersaal

Gesamtansicht der Decke im Kaisersaal

Impressionen aus dem Kaisersaal nach der Restaurierung

Impressionen aus dem Kaisersaal nach der Restaurierung
Blick von Nord nach Süd – Zustand nach der Restaurierung

Blick von Nord nach Süd – Zustand nach der Restaurierung

Detail der restaurierten Kaminbekrönung

Detail der restaurierten Kaminbekrönung
Restaurierung des Stuckmarmorgesims – v.l.n.r. Vor-, Arbeits- und Schlusszustand

Restaurierung des Stuckmarmorgesims – v.l.n.r. Vor-, Arbeits- und Schlusszustand

Detail der Stuckmarmordurchgänge (links) und Balkonuntersicht (rechts)

Detail der Stuckmarmordurchgänge (links) und Balkonuntersicht (rechts)

JVA Ebrach, Kaisersaal – Restaurierung Stuck und Stuckmarmor

Objektbeschreibung

Die ehemalige Zisterzienser Abtei Ebrach ist der wohl bedeutendste Ort für die religiöse und kolonisatorische Erschließung des westlichen Bamberger Landes in Franken und des gesamten Steigerwaldes. Zisterziensermöche schufen seit dem frühen 12. Jh. bis hin zu einer Umgestaltung durch DIENTZENHOFER im 18. Jh. eine schlossartige Barockanlage von überregionaler Bedeutung.

Hervorzuheben ist hierbei insbesondere der Kaisersaal. Der weiträumig angelegte Saal wird durch Pilaster aus rotem Stuckmarmor gegliedert. Die Stirnseiten und die mittleren Abschnitte der Längsseiten werden durch Vollsäulen ausgezeichnet. Die Fensternischen der Längsseiten sind zweigeschossig durch Scheinbalkone aus Stuck geteilt. Der Stuckmarmor ist überwiegend in einem roten Farbkanon gehalten, lediglich die beiden schwarzen Kamine an den Stirnseiten weichen hiervon ab.

Nach oben wird die Stuckmarmorarchitektur durch ein mächtiges Hauptgesims abgeschlossen. Oberhalb dieser Zone beginnt eine, vom Hauptgesims zurückspringende, Hohlkehle welche dann in die Deckenstuckatur (bestehend aus floralen und figürlichen Motiven) übergeht. Die Stuck- und Stuckmarmorelemente sind um 1720 datiert und den Stuckbildnern HENNICKE und SCHENK zuzuschreiben.

Nach einer beschränkten Ausschreibung mit einem deutschlandweiten Teilnahmewettbewerb konnten wir die Restaurierung der Stuckaturen und Stuckmarmoroberflächen und die Restaurierung des großen Leinwandgemäldes gewinnen.

Das Restaurierungsziel bestand vorrangig darin die vorhandene Substanz zu konsolidieren, technisch instand zu setzen und Teilbereiche zu ergänzen. Letzteres betraf besonders schwer geschädigte Zonen um ein, in der Gesamtschau, geschlossenes und beruhigtes Bild zu erzielen.

Ausgeführte Maßnahmen

  • Verschluss von Rissen in Stuck und Stuckmarmoroberflächen
  • Rückverankerung in Kohlefaserverbundtechnik
  • partielle Entsalzung
  • Ergänzung Stuck und Stuckmarmor
  • Vollständiger Neuaufbau von Stuckaturen und Stuckmarmoroberflächen
  • Neubefestigung von Applikationen
  • Konsolidierung Stuckmarmor
  • Wiederherstellung des Glanzgrades des Stuckmarmors

Angaben zum Projekt

Auftraggeber
Staatliches Hochbauamt Bamberg
Hr. Geralt Oppelt
Kasernstraße 4
96049 Bamberg

Bauleitung
Restaurator Peter Turek
Krottental 15
91301 Forchheim

Ausführung
02.2016 – 06.2017

Bearbeitungsumfang
87.000 €

Beteiligte MA
Dipl. Rest. (FH) Michael Lange
Stuckateurmeister Lucas Lange
Stuckateur Jörg Weikert

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